Das Gastgewerbe kämpft mit Personalengpässen.

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv, aber nicht für alle Branchen: Nachdem die Lockdown-Maßnahmen im vergangenen Jahr einen tiefen Einschnitt für die gesamte Wirtschaft bedeuteten, verzeichnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) das höchste Arbeitsmarktbarometer seither Aufzeichnungen begannen im Juni. Dementsprechend erwartet das IAB eine stark positive Entwicklung, die eine Erholung des Arbeitsmarktes insgesamt ermöglichen wird. Dies zeigt sich vor allem in der positiven Beschäftigungsentwicklung: Dank der Lockerungen vor allem in den Krisenbranchen des vergangenen Jahres drängen nun immer mehr Menschen zurück in den Arbeitsmarkt.

Das Gastgewerbe kämpft mit Personalengpässen

„Wir sehen derzeit einen starken Anstieg der Anfragen, insbesondere im Gastgewerbe“, sagt Garry Levin, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens LHC International. „Die Branche bekommt nun zu spüren, dass ein großer Teil der Hotelmitarbeiter im vergangenen Jahr durch die Schließungen beruflich umsteigen und die Branche wechseln musste. Jetzt, da die Hotels wieder in den Normalbetrieb zurückkehren können, ist es wichtig, den Personalbestand zu schließen Wer es in den letzten Monaten nicht geschafft hat, den Kontakt zu interessanten Kandidaten aufrechtzuerhalten, hat jetzt besonders mit Bewerbermangel zu kämpfen.“ Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) berichtete kürzlich, dass rund 42 Prozent der Betriebe des Gastgewerbes von Personalverlagerungen in andere Branchen betroffen waren und 30 Prozent zum Zeitpunkt der Lockerungen noch nicht öffnen konnten, weil ihnen Mitarbeiter fehlten** .

Andere Branchen sind zwar nicht so stark von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen wie das Gastgewerbe, verzeichnen aber ebenfalls eine starke Nachfrage nach Personal. „Die Situation in IT und Finanzen bleibt dringend“, sagte Levin. „Hier sind Fach- und Führungskräfte, insbesondere in den Bereichen Cyber Security und Controlling, weiterhin stark gefragt. Gerade in der Immobilienbranche mangelt es derzeit besonders an Property Managern.“

Positive Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt nutzen.

Der aktuelle Aufschwung ist nicht nur für Wirtschaft und Arbeitgeber eine erfreuliche Entwicklung; es birgt auch ein großes Potenzial für Arbeitssuchende. „Wer beispielsweise ins Gastgewerbe wechseln oder ein berufliches Comeback machen möchte, kann derzeit je nach Qualifikation fast aus der ganzen Bandbreite schöpfen“, sagt Levin. Wer unsicher ist, ob der eigene Lebenslauf für den Traumjob geeignet ist oder wie man am besten zum Traumjob kommt, kann sich zum Beispiel an eine spezialisierte Personalberatung wenden.

 

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