Interview-Ratgeber

Das Vorstellungsgespräch

 Gratulation! Sie haben es geschafft und wurden von einem Kunden von LHC International zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Natürlich stehen wir Ihnen zur Seite, aber diese nachfolgenden Tipps sollten Sie dennoch beherzigen und sich auf das Gespräch bestmöglich vorbereiten:

  1.      Bereiten Sie sich auf den möglichen Arbeitgeber gut vor. Recherchieren Sie im Internet über die Firma: Was genau ist das für ein Unternehmen, wo ist es aktiv und wie ist es positioniert? Wie groß ist es, Mitarbeiteranzahl? Was wird über die Unternehmenskultur, Werte und Visionen gesagt? Recherchieren Sie auch in Social Media Netzwerken und Medienartikeln ganz einfach über Googles „News“-Funktion. 
  1.      Es ist logisch, aber soll trotzdem hier erwähnt werden: Schlafen Sie aus, gehen Sie ausgeruht und entspannt in das Gespräch. Natürlich werden Sie etwas aufgeregt sein, aber wenn Sie dazu noch müde sind, fällt Ihnen die Konzentration schwer. Planen Sie auch genügend Zeit für die Anreise ein, nicht, dass ein Verkehrsstau oder verspätete S-Bahn Sie mental und zeitlich unter Druck setzt. Zu einem Bewerbungsgespräch zu spät zu kommen ist ein unverzeihlicher Fauxpas! 
  1.      Je nach Unternehmen kann zurückhaltende Kleidung angebracht sein. Sollte es sich um ein konservatives Unternehmen handeln, liegen Sie mit einem dunklen Anzug oder Kostüm sicher nicht falsch. Dezente Farben auch bei der Krawatte oder Bluse sind angesagt. Geputzte und gepflegte Schuhe runden das professionelle Bild ab. Wenn Sie jedoch bei einem jungen, flippigen und Design-orientieren Unternehmen vorstellig werden, kann dieser Stil sicher unpassend sein. In diesem Fall fragen Sie Ihren LHC International Berater was angebracht ist.

Ein Wort auch zu Düften. Übertreiben Sie nicht, hier ist weniger mehr. Aufdringliche Parfüms setzen Sie in kein gutes Licht. 

  1.      Ein Interview beträgt in der Regel zwischen 45 und 90 Minuten. Je nach Betrieb ist der Personalverantwortliche, Abteilungsleiter bzw. direkte Vorgesetzte und/oder Firmeninhaber anwesend. Oft werden mehrere Gesprächsrunden eingeplant und in der ersten Runde ist nur die Personalabteilung anwesend. Fragen Sie immer genau nach, wer alles anwesend sein wird. Im ersten Gespräch werden weniger die fachlichen Kompetenzen abgefragt – Ihr Lebenslauf liegt ja vor – sondern man will sie als Mensch kennenlernen und Ihre Fähigkeiten um herauszufinden, ob Sie zum Unternehmen passen.

Lesen Sie das Stellenangebot gut durch und überlegen sich vorab zu den einzelnen Aufgaben und Anforderungen ganz konkret, warum gerade Sie der ideale Kandidat sind. Erwähnen Sie gezielt Stichworte aus dem Inserat und haben Beispiele parat. Gehen Sich auf Parallelen zu Ihrem derzeitigen Arbeitsplatz ein.

Wenn es heißt: „Erzählen Sie über sich“, dann haben Sie die angestrebte Position im Kopf und betonen die Stärken und Aufgaben, die auch im neuen Job gefordert werden. In der sogenannten Selbstpräsentation müssen Sie sich im besten Sinne dem möglichen neuen Arbeitgeber präsentieren und so die Lücke zwischen dem eigenen Lebenslauf und dem Anforderungsprofil schließen. Beten Sie bitte nicht Ihren Lebenslauf chronologisch runter, der Personaler hat diesen ja schon gesehen. In der Regel dauert die Präsentation ca. zehn Minuten. Am besten, Sie üben das vorher zuhause, denn dann treten Sie sicherer im Gespräch auf. Verwenden Sie eine aktive Sprache (ich kann / ich reorganisierte) und reden von „ich“, nicht von „man“.

Sollten Sie im Lebenslauf geschummelt haben, dann fällt das jetzt spätestens auf und Sie katapultieren sich ins Aus. Durch gezielte Nachfragen erkennt der Personaler Unstimmigkeiten sofort. Keine Angst, stehen Sie zu Lücken und erklären Sie diese. Ihr LHC International Berater wird gemeinsam mit Ihnen abstimmen, warum es Lücken im Lebenslauf gibt und wie sie diese überzeugend erklären.

Stellen Sie eine emotionale Verbindung zu Ihrem Gesprächspartner her und schauen ihn oder abwechselnd beide an – der direkte Blickkontakt baut Brücken. Lächeln Sie und wenden ruhig den ganzen Körper dem jeweiligen Sprecher zu. Das signalisiert Interesse.

  1.      Meist wird man Ihnen einen Sitzplatz zuweisen. Sitzen Sie aufrecht und doch selbstbewusst. Ihre Stimme muss Luft bekommen und Platz haben, sprechen Sie nicht zu leise. Sie wollen ja nicht als scheues Mäuschen rüberkommen. Bitte auch bei der Begrüßung Selbstbewusstsein zeigen mit einem normal-kräftigen Händedruck. Apropos Hände: Bitte nicht rumzappeln oder gar an den Nägeln fummeln. Klar, Sie sind nervös, aber das müssen Sie kontrollieren. Die Arme sind aktiv und unterstützen ab und zu was Sie sagen. Bitte diese keinesfalls vor der Brust verschränken, denn das signalisiert Ablehnung. Spielen Sie auch nicht mit den Haaren, Schmuck oder ähnliches. Ansonsten dürfen die Arme und Hände ruhig locker im Schoß liegen oder auf dem Tisch – das ist besser als ein Zuviel an Herumgefuchtele.
  1.      Auch die Verabschiedung ist wichtig, hinterlassen Sie doch nun einen allerletzten Eindruck. Reichen Sie zum Abschied Ihre Hand, fester Händedruck mit einem Lächeln. Bedanken Sie sich für das Gespräch und verabschieden sich mit „Auf Wiedersehen“. Ein saloppes „Tschüss“ mag sicher in einigen Branchen angebracht sein, aber mit Auf Wiedersehen gehen Sie immer auf Nummer sicher. Bitte jetzt nicht rumfaseln, ein „ich bin sehr an der Position interessiert“ als Bekräftigung kann sicher nicht schaden. Und wenn Sie Ihren Partner, Mutter oder sonst wen anrufen wollen, um über das Gespräch zu berichten, warten Sie bis Sie aus dem Gebäude raus sind. 

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